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Reithofer for President

AP/dapd
Norbert Reithofer, der neuer Oberbürgermeister Londons?

Max Warburton, Automobilexperte bei Sanford C. Bernstein, sorgt immer wieder mit seinen etwas anderen Denkansätzen für Aufmerksamkeit. So auch am Donnerstag: Nachdem BMW ein überraschend starkes erstes Quartal präsentierte, rief Warburton Unternehmenslenker Norbert Reithofer zum richtigen Mann aus – für den Oberbürgermeister-Posten in London.

„Ich wünschte, ich könnte für ihn stimmen“, schrieb Warburton in einer Notiz an seine Kunden. „Er würde London in Ordnung bringen“. Reithofer besitze eine Eigenschaft, die vielen Politikern gemeinhin gerne abgesprochen wird: „Er hat seine Wahlversprechen schon in seiner ersten Amtszeit gehalten. Er verspricht wenig und liefert viel.“ Es sei eine Schande, dass er nicht in der Politik aktiv sei.

In der Tat hat BMW einmal mehr überrascht: Trotz massiver Investitionen in neue Modelle, das weltweite Produktionsnetz und alternative Antriebe wurde erneut ein deutlicher Gewinnzuwachs verbucht. Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet. Nicht nur beim Absatz, auch bei der Rendite zeigen die Bayern den Konkurrenten mit 11,6 Prozent weiter die Rücklichter. Obwohl die Münchener ein relativ kleiner Autobauer sind, habe sie ihre Kosten fest im Griff und gelten als sehr flexibel.

Einen Wermutstropfen sieht Warburton aber:  Die Prognose wurde „nur“ bestätigt. „Warum ist BMW nicht optimistischer?“, fragt der Branchenkenner. Die Frage sei, ob dies nur der gewohnten bayerischen Zurückhaltung geschuldet sei oder an der Vorahnung liege, dass sich der Markt für Oberklassewagen merklich abschwächen werde.

Wie es auch kommen wird, den Anteilseignern braucht nach Meinung des Analysten nicht bange zu sein: Was auch immer das Problem sei, man könne sich sicher sein, dass BMW es wahrscheinlich am besten handhaben werde. “Die BMW-Aktionäre können sich freuen, dass er immer noch in München ist”.

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