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Casual Friday mal anders: Kapuzenpulli statt Polohemd

Wenn Banker sich freitags lässiger kleiden dürfen, heißt das in der Regel frisch gebügelte Chinos (DIE  Khaki-Hose), ein pastellfarbenes Polohemd von Ralph Lauren und feine Wildleder-Slipper. Man kann zwar sagen, das sei ein Klischee, aber wenn man am Wochenende das schöne Holzhausenviertel im Herzen Frankfurts besucht, schlendern sehr viele Banker in genau diesem Outfit durch ihr Wochenende.

RICHARD DREW/AP/dapd
Das Poloshirt von Ralph Lauren sollte dieses Mal besser im Banker-Schrank bleiben.

Doch dieses Mal ist alles anders. Da im Rahmen der Blockupy-Demonstrationen auch Tausende gewaltbereite Teilnehmer in der Stadt am Main erwartet werden, lautet die Devise an diesem Wochenende: Schluss mit Polo! Ein großes Finanzinstitut, das sich wie so viele in Bahnhofsnähe befindet, hat ihren Mitarbeitern klare Anweisungen gegeben: Keine Markenkleidung! Auch wenn sie noch so „casual“ ist.

Und so kommen einem auf einmal zwischen Bahnhof und dem angrenzenden Bankenviertel auffällig viele aufgeräumt aussehende Träger von schwarzen Kapuzenpullis entgegen. Der Schritt nicht schlurig, sondern entschlossen. Die Haare nicht lang und verzottelt, sondern schütter. Eine neue Spezies ist geboren: Der getarnte Banker.

Nur einige Uneinsichtige haben zu ihrer grünen Cordhose im Preppy-Stil gegriffen und sich damit ganz klar denjenigen erkennbar gemacht, vor denen sie sich eigentlich tarnen sollen.

Vielleicht hätten die Banken  als vorbereitende Maßnahme für einige Mitarbeiter einen Ausflug ins Hamburger Schanzenviertel organisieren sollen, das viele Jahre als Hochburg für Demonstrationen galt. Da waren die Mitglieder des Establishments (also alle, die arbeiten)  besonders clever: Sie haben sich ein paar gut sitzende Schluri-Klamotten gekauft und sind einfach in das immer trendiger werdende Schanzenviertel gezogen.

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