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Hyundai und Kia fliegen mit falschen Verbrauchsangaben auf

Von Evan Ramstad

Associated Press
Nach dem Supersturm Sandy gibt es Benzin an der Ostküste der USA nur in kleinen Mengen. Umso wichtiger ist jetzt ein sparsames Auto.

Viele Autofahrer haben es schon lange vermutet: Hersteller mogeln bei den Angaben zum Spritverbrauch ihrer Fahrzeuge. Jetzt ist in den USA ein Beweis erbracht: Hyundai und Kia sind aufgeflogen und mussten ihre Angaben korrigieren. Zwar weichen die alten Angaben nur wenig von den tatsächlichen Werten ab, doch den Südkoreanern ist der ganze Vorfall hochgradig peinlich.

Tests der US-Umweltbehörde EPA ergaben einen Abweichung beim Benzinverbrauch bei Modellen, von denen dort insgesamt 900.000 Fahrzeuge ausgeliefert sind. In Amerika wird der Verbrauch nicht wie in Deutschland je gefahrene 100 Kilometer angegeben. Angegeben wird die Entfernung, die mit einer Galone Treibstoff gefahren werden kann. Je weiter das Auto kommt, desto besser.

Im Fall von Hyundai und Kia ergab sich für Fahrzeuge des Modelljahrgangs 2012 in Tests nun eine Abweichung von einer Meile. Statt 27 kommen die Autos im Schnitt nur 26 Meilen weit.

Den kooperierenden Herstellern ist die ganze Sache vor allem deshalb peinlich, weil sie ihre Fahrzeuge ausgerechnet mit dem günstigen Verbrauch beworben haben. Nun sehen sie ihren bisher guten Ruf in Gefahr und wollen die Kunden deshalb für den zu hohen Verbrauch sogar entschädigen. Die vertrauensbildende Maßnahme dürfte Kosten in zweistelliger Millionenhöhe nach sich ziehen.

Aufgeflogen sind die Abweichungen bei einem Routinetest der EPA. Normalerweise informieren die Hersteller die Behörde darüber, wie viel ihre Autos verbrauchen. Diese Angaben werden zertifiziert und sie dienen dann der Kundeninformation in den Schauräumen. Ab und zu prüft die EPA die Werksangaben aber genauer. Und hier flog der – zugegeben nur kleine und überdies ungewollte – Schwindel auf. Hyundai und Kia hatten die Standards zur Ermittlung des Benzinverbrauchs im Jahr 2010 geändert, und dabei war der Fehler aufgetreten.

Besitzer der Fahrzeuge in den USA können sich nun an ihre Werkstatt wenden. Dort werden die Mehrkosten beim Verbrauch errechnet und anschließend vom Hersteller erstattet – und zwar so lange, wie der Käufer sein Auto fährt. Angesichts dieser Großzügigkeit könnte der Lapsus den Südkoreandern am Ende zum Vorteil gereichen. So viel Engagement dürfte in positiver Erinnerung bei Autokäufern bleiben. Und dass der Verbrauch ihrer Autos in Wirklichkeit höher ist als angegeben, das wussten sie ja bereits.

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Kommentare (1 aus 1)

Alle Kommentare »
    • Der Normverbrauch ist in der Regel exakt gemessen und lässt sich reproduzieren.
      Wenn allerdings Autofahrer nur in den ersten 3 Gängen fahren, mit Gas an Ampeln heranrollen und durch kräftiges Bremsen aus Benzin Wärme erzeugen, dann gibts Mehrverbrauch.
      Natürlich auch, wenn mit Vollgas über die Bahn gebrettert wird.
      Man kann mit intelligentem Fahren unglaublich viel Benzin sparen – wenn Mitfahrer auf die Durchschnittsanzeige schauen kommen sie doch ins Grübeln – aber es geht und es geht noch mehr…

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