Von Archibald Preuschat
Dass Facebook-Freunde nicht alle Freunde fürs – oder besser gesagt im – Leben sind, hat sich ja mittlerweile herum gesprochen.

- dapd
Auch 100 oder 1.000 Freunde sind immer noch keine Garantie, dass jemand zum Geburtstag gratuliert. Und wenn doch, dann wird meist lieblos eine Art von Glückwunsch auf die „Wall“ getippt. Kaum jemand nimmt sich die Zeit, mal zum Handy zu greifen, um einige persönliche Wünsche fernmündlich (so hieß das früher) zu übermitteln.
Und wer nur Facebook-Freunde hat, der ist in den wirklich wichtigen Momenten des Lebens ziemlich einsam. Haben Sie schon mal versucht, bei Liebeskummer mit Ihrer besten Facebook-Freundin mitten in der Nacht den sozialen Austausch im Netz zu pflegen?
Immerhin: Bislang hatten Facebook-Freunde eins gemein: sie existierten real. Wenn man also seine Freunde in dem sozialen Netzwerk wissen ließ, dass man gerade bei Lidl in Offenbach an der Supermarkt-Kasse steht, bestand eine gute Chance, dass das irgendjemand gelesen und vielleicht sogar kommentiert hat.
Doch die sozial-digitale Revolution geht weiter: In Brasilien können sich Männer jetzt für eine Handvoll Real eine gefälschte Facebook-Freundin zulegen. Die schreibt dann Nachrichten, glänzt mit ihrem Profilfoto und natürlich wird auch der Beziehungsstatus im eigenen Profil geändert. Ideal, um die Ex eifersüchtig zu machen, bei seinen Freunden Eindruck zu schinden oder seine Mutter zu beruhigen, dass man nach unstetem Leben bald in den Hafen der Ehe einlaufe, erklärten die Macher.
Bald soll dann auch Gleichberechtigung möglich sein: Dann lassen sich für Frauen auch gefälschte männliche Facebook-Freunde mieten. Gefällt mir!
