
In Paris wollte Peer Steinbrück Kanzler-Luft schnuppern. Die vom Willy-Brandt-Haus generalstabsmäßig vorbereitete Frankreich-Reise des Kandidaten sollte sein Image aufbessern und auch Angela Merkel eins auswischen. Doch es gab gleich mehrere Wermutstropfen, die diese Pläne zunichte machten.

In Wirtschaftsfragen ist zwischen den USA und Frankreich mal wieder richtig der Wurm drin.„Sie bekommen hohe Gehälter, aber arbeiten lediglich drei Stunden“ – so fällt das Urteil des amerikanischen Reifenbosses Maurice Taylor über die französischen Arbeiter aus.

Karl Lagerfeld interessiert sich nach eigenen Angaben nicht für Geld. Jetzt hat er aber den französischen Präsidenten Francois Hollande angegriffen. Offenbar stinkt dem Modezar der neueste Beschluss Frankreichs, nachdem die Einkommensmillionäre kräftig zur Kasse gebeten werden.

Für kleines Geld holt sich Siemens eine dicke Portion Cash in die Kasse. Siemens bedient den Hunger von Investoren nach neuen Anleihen, wobei vielen der Preis egal zu sein scheint. Gerade einmal 0,375 Prozent Zinsen pro Jahr zahlt Siemens für eine zweijährige Anleihe, ein Niveau, das sonst für Staaten mit bester Bonität reserviert ist. Eine Übertreibung, aber wie weit wird sie noch gehen?

In einer ehemaligen Mine unweit der moldawischen Hauptstadt Chișinău befindet sich der wohl größte Weinkeller der Welt. Auf rund 120 Kilometern Stollengängen lagern rund zwei Millionen Flaschen Wein, Sekt und Likör unter der Erde. Einige gehören zu den kostbarsten der Welt – für Weinliebhaberin Angela Merkel ein idealer Ort, fernab der Euro-Krise ein paar Stunden abzuschalten.
Spanien ist zurzeit nicht zu beneiden. Erst schmeißen die Investoren die Anleihen auf den Markt und die Renditen schießen in den roten Bereich und jetzt wollen nicht einmal mehr die mediterranen Partner etwas mit Madrid zu tun haben. Auch die Staatengemeinschaft ist ein harter Schulhof.

Spanien marschiert bei dieser Fußball-EM scheinbar unaufhaltsam in die Geschichtsbücher. Liegt das Team einmal vorne, ist das Spiel de facto beendet. Schön anzusehen ist dieser Fußball nicht.
Wenn England und Frankreich – außer ihrer alten Rivalität – im Fußball eines verbindet, dann ist es der Hang, bei großen Turnieren grandios zu versagen. Niemand hat seinen Fans in den vergangenen Jahren mehr Schmerzen zugefügt als diese beiden Teams. Dem Verlierer des aktuellen Duells winkt ein weiteres Debakel.
“Sell in May and go away” ist eine der bekanntesten Börsenweisheiten. Viele Experten geben nicht viel darauf. Aber im vergangenen Jahren sind die Kurse dem saisonalen Muster gefolgt. Und einiges spricht dafür, dass es in diesem Jahr ähnlich aussehen wird.
Schnell und kurz bringt „Die Seite Drei“ Einschätzungen, Hintergründe und Ergänzungen zu den Berichten des Wall Street Journal Deutschland. Hier bloggt die ganze Redaktion.
Hinweise zu Themen, Anregungen und Ihre Fragen nehmen wir unter redaktion@wallstreetjournal.de entgegen.
Exklusiv für Abonennten Preview lesen
Exklusiv für Abonennten Preview lesen
Exklusiv für Abonennten Preview lesen