
Die griechische ATE Bank hat wie andere Finanzinstitute des Landes wenig zu lachen. Doch mit einer neuen Werbung beweist Humor – wenn auch möglicherweise unfreiwillig.

Die SPD-Fraktion im Bundestag steckt bei der neuesten Griechenland-Rettung in der Klemme. Einerseits hat sie sich stets zu ihrer Verantwortung für Europa bekannt. Andererseits ist die Verlockung groß, Kanzlerin Merkel eine peinliche Schlappe zu verpassen.

In einer ehemaligen Mine unweit der moldawischen Hauptstadt Chișinău befindet sich der wohl größte Weinkeller der Welt. Auf rund 120 Kilometern Stollengängen lagern rund zwei Millionen Flaschen Wein, Sekt und Likör unter der Erde. Einige gehören zu den kostbarsten der Welt – für Weinliebhaberin Angela Merkel ein idealer Ort, fernab der Euro-Krise ein paar Stunden abzuschalten.

Die letzte große Staatspleite gab es vor zehn Jahren in Argentinien. Oftmals wird in der aktuellen Debatte das südamerikanische Land mit Griechenland verglichen. Trotz Parallellen war die Situation in Argentinien damals um ein vielfaches dramatischer. Argentinien zeigt: Es gibt ein Leben nach der Staatspleite. Aber wie sieht das aus?

Herzliches Lachen in die Kameras, Händeschütteln und Autogramme schreiben: Auf dem Grünen Hügel in Bayreuth schien die Welt am Mittwochabend noch in Ordnung. So strahlend hatte man Bundeskanzlerin Angela Merkel in den vergangenen Monaten nicht gesehen. Für einen Moment schien die Euro-Krise vergessen.
..wünscht man sich Unendlichkeit, an Tagen wie diesen…“schallt es nach Abpfiff durch das Danziger Stadion. Der Song der Toten Hosen spiegelt die Euphorie des Abends wider. Deutschland ist im Halbfinale! Und eigentlich haben wir das ja alle im Vorfeld gewusst, nicht wahr?

Schuldenkönig gegen Zahlmeister, Pleite-Nation gegen den Sparkommissar: Wenn Deutschland am Freitag gegen Griechenland spielt, ist das nicht nur das Viertelfinale der EM, sondern gefühlt auch das Finale um den Euro.

Auf Angela Merkel ist Verlass: Erst noch kurz in Los Cabos die Welt retten, und dann ab zum Fußball-Gucken nach Danzig. Beim EM-Viertelfinale gegen die Griechen wird die Kanzlerin der Nationalmannschaft am Freitag pünktlich zum Anpfiff live die Daumen drücken, wie wir es von ihr kennen. Eben noch beinharte Verhandlerin beim Treffen der 20 größten Wirtschaftsländer, mutiert sie anschließend zum deutschen Super-Fan. Wir hatten nichts anderes erwartet und rechnen mit einem fulminanten Motivationsschub für Schwarz-Rot-Gold.

Griechenland hat seine Partie am Dienstag gegen die Tschechen verloren und steht damit vor dem EM-Aus. Das wird besonders die Fernsehkommentatoren freuen – denn sie müssen sich nicht mehr an den griechischen Namen die Zunge brechen.
Anstatt sein Land im Radio unter den europäischen Rettungsschirm zu reden, täte Spaniens Finanzminister Cristobál Montoro besser daran, seine Mitbürger zu patriotischen Sportwetten zu animieren.
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