
Wird er oder wird er nicht? Und wenn ja, wann? Seit Monaten warten die Kapitalmärkte, dass Spanien unter den europäischen Rettungsschirm schlüpft, um von der Last viel zu hoher Anleihezinsen befreit zu werden. Doch Ministerpräsident Mariano Rajoy wartet und wartet. Doch worauf eigentlich?

Not macht erfinderisch, sagt der Volksmund. Und da wo die Not am ärgsten ist nimmt man sich das auch zu Herzen – im schulden- und rezessionsgeplagten Spanien. Das unter hohen Kapitalmarktzinsen ächzende Land ist ausgesprochen flexibel, wenn es gilt, die Zinskosten so niedrig wie möglich zu halten. Bei diesem Ziel unterscheidet sich Spanien zwar nicht von anderen Staaten, allerdings lässt das spanische Schatzamt dem auch Taten folgen, wie die Analysten von HSBC Trinkaus jetzt festgestellt haben.

Herzliches Lachen in die Kameras, Händeschütteln und Autogramme schreiben: Auf dem Grünen Hügel in Bayreuth schien die Welt am Mittwochabend noch in Ordnung. So strahlend hatte man Bundeskanzlerin Angela Merkel in den vergangenen Monaten nicht gesehen. Für einen Moment schien die Euro-Krise vergessen.
Spanien ist zurzeit nicht zu beneiden. Erst schmeißen die Investoren die Anleihen auf den Markt und die Renditen schießen in den roten Bereich und jetzt wollen nicht einmal mehr die mediterranen Partner etwas mit Madrid zu tun haben. Auch die Staatengemeinschaft ist ein harter Schulhof.
Aus, Schluss, vorbei. Italien hat Jogis Elf ihre Grenzen aufgezeigt – und unserem Orakel-Mops Joyce gleich mit. Doch aufgeben gilt nicht. Die nächste Chance kommt schnell – für Joyce sogar sehr schnell.

Das EM-Halbfinale zwischen Spanien und Portugal klingt nach einem sicheren Tipp. Doch viele Beobachter wünschen sich einen Sieg von Ronaldos Glanz über den ermüdenden Tiki-Taka-Fußball der Spanier. Das Problem: Ronaldo muss erst mal an den Ball kommen.

Spanien marschiert bei dieser Fußball-EM scheinbar unaufhaltsam in die Geschichtsbücher. Liegt das Team einmal vorne, ist das Spiel de facto beendet. Schön anzusehen ist dieser Fußball nicht.

Wenn Frauen gemeinsam Fußball gucken, wird das Geschehen auf dem Platz schnell zur Nebensache. Denn die wirklich wichtige Frage lautet doch: Welche Mannschaft hat die schönsten Spieler in ihren Reihen? Unsere Autorin hat da jedenfalls klare Favoriten.

Italien hatte einmal die größten Fußballtalente Europas. Davon ist nichts mehr zu spüren. Bei dieser EM versuchen überalterte Azzurri, den modernen Fußball ihrer jugendlichen Rivalen aus Spanien und Deutschland zu spielen. Aber ein Strukturwandel wurde bisher verpasst.

Jogi Löw setzt auf den Bayern-Block, Spanien auf die Stars des FC Barcelona, und Italien lässt im System der „alten Dame“ Juventus spielen. Die erfolgreichsten Teams im Weltfußball bauen auf ihre heimischen Klubs – auch bei dieser EM.
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