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Wie das Netz die Wirtschaft verändert

Nokia präsentiert bislang billigstes Windows-8-Smartphone

Auf der LeWeb-Konferenz in Paris hat Nokia am Mittwoch überraschend sein drittes Smartphone mit dem neuen Microsoft-Betriebssystem Windows 8 Phone vorgestellt. Voraussichtlich für 269 Euro soll das Lumia 620 im ersten Quartal 2013 in Deutschland verfügbar sein – und damit weit günstiger als die bisherigen Windows-8-Telefone von Nokia, das Lumia 820 und 920. Das teilte Nokia in einer Pressemitteilung mit. Mit Vertrag dürfte es aber noch wesentlich günstiger sein.

Was die Ausstattung betrifft, darf man bei diesem Preis keine Wunder erwarten. Der Lumia 620 wird mit einem 3,8 Zoll großen Touchscreen ausgestattet sein, der 800 x 480 Pixel auflöst. Als Prozessor kommt ein 1 GHz starker Dual Core Snapdragon S4 zum Einsatz, die Hauptkamera verfügt über 5 Megapixel Auflösung und einen LED-Blitz. Eine zweite Kamera für Videochats mit VGA-Auflösung wurde ebenfalls verbaut. Mit 512 MB RAM und 8 Gigabyte fest installiertem Flashspeicher orientiert sich das Lumia 620 eher an Mittelklasse-Handys und nicht an den High-End-Modellen von Samsung und Apple. Dort ist Nokia bereits mit dem Lumia 920 vertreten. Wer möchte, kann den Speicher per Micro-SD-Karte auf bis zu 64 Gigabyte erweitern.

„Wir verfolgen konsequent unsere Strategie, neue Märkte zu erschließen und neue Zielgruppen anzusprechen“, sagte Jo Harlow, der bei den Finnen für den Bereich Smart Devices zuständig ist. „Mit seinem innovativen Design, der neuesten Windows Phone 8 Software und Nokia exklusiven Anwendungen, wie etwa die Nokia Kamera-Apps, Nokia Karten oder Nokia Musik, ist das Lumia 620 ein sehr wettbewerbsfähiges Smartphone in seinem Preissegment.“

Ein echter Hingucker sei das neue Gerät wegen seiner auffallenden Farbgebung, schreibt Nokia. Und tatsächlich wirkt das Lumia 620 auf Pressebildern wie eine Mischung aus dem ersten iPhone aus dem Jahr 2007 und den aktuellen – bunten – iPods von Apple. Man habe bei der Herstellung eine neue Farbtechnologie verwendet, heißt es. Das Polycarbonat-Cover soll eine farbige Basisschicht und eine weitere, transparente und lichtdurchlässige Farbschicht erhalten. Sieben verschiedene Hüllen wird es geben – womit sich Nokia am Lumia 820 orientiert. Denn beim Flaggschiff, dem Lumia 920, kommen keine Wechselhüllen zum Einsatz.

Softwareseitig gibt es keine Neuigkeiten: Nokias Foto-Apps, Nokia Karten, Nokia Navigation, Nokia Bus&Bahn und das Programm Nokia City-Kompass sind vorhanden. Alle Programme sind bereits von den großen Geschwistern des Lumia 620 bekannt.

Was nicht selbstverständlich ist in dieser Preisklasse: Das Smartphone von Nokia wird zum Verkaufsstart über die NFC-Technologie verfügen, mit der Inhalte per Berührung ausgetauscht werden können. Auch Bezahlen im Geschäft ist damit theoretisch möglich. Noch hat sich die Technologie in Deutschland aber nicht durchgesetzt – und Brancheexperten erwarten das auch nicht für die Zukunft.

Anfang 2013 wird das Lumia 620 zunächst in Asien auf den Markt kommen, Europa und der Nahe Osten folgen später. Wer sich jetzt bereits Gedanken darüber macht, welche Farbe es am Ende sein soll, hier die verschiedenen Optionen: Lime Green, Orange, Fuchsia, Gelb, Cyan, Weiß und Schwarz. Die Verfügbarkeit von Farben kann laut Nokia je nach Land variieren.

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    Die Autoren:

    Stephan DörnerStephan Dörner
    Jörgen CamrathJörgen Camrath