Von Archibald Preuschat

- dapd
- Apple-Kunden in Chicago.
Auf Apple-Jünger könnten schwere Zeiten zukommen, zumindest wenn die Analysten von Jefferies Recht behalten. Die mutmaßen nämlich, dass die Macher des Kult-Smartphones ihren Produktzyklus deutlich beschleunigen könnten. Der Nachfolger des iPhone 5, mutmaßlich mit der Bezeichnung 5S, könnte bereits im Sommer in die Regale kommen – und dann gleich in sechs Farben. Das würde die bisherige Philosophie aus Cupertino auf den Kopf stellen, in der die Welt schwarz-weiß, Apple und Nicht-Apple gesehen wurde.
Möglicherweise, so spekuliert die Investmentbank, werde das aufgewertete 5S sogar den NFC-Standard unterstützen, der unter anderem bargeldloses Bezahlen mit dem Smartphone ermöglicht und bei der Konkurrenz wie Samsung schon seit längerem Standard ist. Und vielleicht weisen einem die vorinstallierten Karten auch gleich den rechten Weg.
Doch das heißt für Apple-Jünger auch: Künftig noch häufiger mitten in der Nacht aufstehen und sich in die Schlange vor dem Apple Store einreihen und nicht zuletzt mehr sparen, um sich stets das neueste iPhone leisten zu können.
Wird Apple zum ganze normalen Smartphone-Hersteller?
Für letzteres Problem, könnte es der Analysten-Spekulation zufolge zumindest auch eine Lösung geben: Auch ein Billig-iPhone zum Verkauf in Schwellenländern und als Prepaid-Modell seien denkbar. Möglicherweise werden die Kalifornier noch zum ganz normalen Smartphone-Hersteller, die mehrere Modelle pro Jahr in verschiedenen Preisklassen auf den Markt bringen. Dann machen sie die Anleger wieder froh, die einen herben Kurssturz des wertvollsten Unternehmens der Welt hinnehmen mussten – so lange sie dabei noch den Kult aufrecht erhalten.
Wem Apple dann aber doch zu profan wird, sollte sich vielleicht für Blackberry erwärmen: So oft, wie das Erscheinen des jetzt für nächstes Jahr angekündigte neue mobile Betriebssystem Blackberry 10 verschoben wurde, wird es mit Sicherheit länger dauern, bis der Blackberry 11 in den Handel kommt.


